ZERTIFIZIERUNG

Qualität sichtbar machen. Anforderungen verlässlich prüfen.

Wir führen Zertifizierungs- und Bewertungsverfahren für Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen durch. Die einzelnen Verfahren stellen wir Ihnen auf dieser Seite übersichtlich und verständlich vor.

ZERTIFIZIERUNGSVERFAHREN

Unsere Zertifizierungsverfahren im Überblick.

Wählen Sie das gewünschte Verfahren aus und erhalten Sie weitere Informationen zu Inhalten, Anforderungen und Besonderheiten.

Qualitätssiegel DIN EN ISO 9001
M4H Qualitätssiegel DIN EN ISO 9001 QUALITÄTSSIEGEL

DIN EN ISO 9001

Die DIN EN ISO 9001 ist die deutsche und europäische Fassung der international anerkannten ISO 9001 und beschreibt die Anforderungen an ein wirksames Qualitätsmanagementsystem. Sie gilt branchenübergreifend und ist die weltweit bekannteste und am weitesten verbreitete Norm für Qualitätsmanagementsysteme.

Auch im Sozial- und Gesundheitswesen bietet die Norm einen verlässlichen Rahmen, um Verantwortlichkeiten, Prozesse und Schnittstellen systematisch zu steuern, gesetzliche und regulatorische Anforderungen einzubeziehen und die Qualität der Leistungserbringung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei lässt sie ausreichend Spielraum, um das Managementsystem an Größe, Versorgungsauftrag und Struktur einer Einrichtung anzupassen.

International anerkannt Ein einheitlicher Qualitätsmanagement-Rahmen für Organisationen nahezu aller Branchen und Größen.
Gesundheitswesen im Fokus Prozessorientierung, risikobasiertes Denken und kontinuierliche Verbesserung lassen sich unmittelbar auf Versorgung und Organisation übertragen.

Die Kapitelstruktur im Überblick

Die zertifizierungsrelevanten Anforderungen der Norm sind in den Kapiteln 4 bis 10 gegliedert:

4Kontext der Organisation
5Führung
6Planung
7Unterstützung
8Betrieb
9Bewertung der Leistung
10Verbesserung
Wir zertifizieren Ihr QM-System nicht akkreditiert nach DIN EN ISO 9001 – auch außerhalb des Gesundheitswesens.
Qualitätssiegel QM-RL Qualitäts- und Risikomanagement
M4H Qualitätssiegel Qualitäts- und Risikomanagement QUALITÄTSSIEGEL

Qualitäts- und Risikomanagement

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) legt mit der Qualitätsmanagement-Richtlinie (QM-RL) die grundsätzlichen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement fest. Die derzeit geltende Fassung ist seit dem 20. April 2024 in Kraft und verbindet sektorenübergreifende Rahmenbestimmungen mit sektorspezifischen Konkretisierungen.

Für wen gelten die Anforderungen? Vertragsärztinnen und Vertragsärzte, Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten, Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte sowie zugelassene Krankenhäuser.

Für den Aufbau, die Aufrechterhaltung und die Weiterentwicklung des internen Qualitätsmanagementsystems bieten wir eine unabhängige Prüfung der für Ihre Einrichtung relevanten Anforderungen der QM-RL an.

Sie bestimmen selbst, wie die Prüfung zu Ihrer Einrichtung passt. Umfang, Art und Prüfungsintervall legen Sie unverbindlich fest.

20 Prüfbereiche – soweit für Ihre Einrichtung relevant

1Messen und Bewerten von Qualitätszielen
2Erhebung des Ist-Zustandes und Selbstbewertung
3Regelung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten
4Prozess- bzw. Ablaufbeschreibungen
5Schnittstellenmanagement
6Checklisten
7Teambesprechungen
8Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen
9Patientenbefragungen
10Mitarbeiterbefragungen
11Beschwerdemanagement
12Patienteninformation und -aufklärung
13Risikomanagement
14Fehlermanagement und Fehlermeldesysteme
15Notfallmanagement
16Hygienemanagement
17Arzneimitteltherapiesicherheit
18Schmerzmanagement
19Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen bzw. Sturzfolgen
20Prävention von und Hilfe bei Missbrauch und Gewalt
Die Prüfung orientiert sich an den Methoden, Instrumenten und Anwendungsbereichen der QM-RL. Welche Punkte im konkreten Fall relevant sind, richtet sich nach Versorgungssektor, Leistungsspektrum und Struktur Ihrer Einrichtung.
Qualitätssiegel Patientensicherheit
M4H Qualitätssiegel Patientensicherheit QUALITÄTSSIEGEL

Patientensicherheit

Patientensicherheit entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme. Sie entsteht dort, wo eine Einrichtung Risiken systematisch erkennt, aus Ereignissen lernt, sichere Abläufe gestaltet und eine offene Sicherheitskultur lebt.

Mit dem Qualitätssiegel Patientensicherheit richten wir den Blick auf zentrale Strukturen und Instrumente, die Patientinnen und Patienten im Versorgungsalltag schützen. Das Verfahren ist sektorenübergreifend angelegt und eignet sich sowohl für Krankenhäuser als auch für ambulante Einrichtungen und Praxen.

Inhaltlich orientiert sich die Prüfung an etablierten Handlungsfeldern der Patientensicherheit, wie sie unter anderem in den Handlungsempfehlungen des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) aufgegriffen werden. Entscheidend ist dabei nicht nur, ob Regelungen vorhanden sind, sondern ob sie verstanden, angewendet und im Alltag wirksam sind.

Sicherheit als System Strukturen, Prozesse und Verhalten werden gemeinsam betrachtet – nicht isoliert.
Für Klinik und Praxis Die Bewertung wird an Größe, Versorgungsauftrag und Risikoprofil der Einrichtung angepasst.

10 Kernfelder der Patientensicherheit

Sicherheitskultur
Risikomanagement
Fehler- und Lernsysteme (CIRS)
Sichere Kommunikation & Übergaben
Patientenidentifikation
Medikationssicherheit
Hygiene & Infektionsprävention
Notfallmanagement
Patientenbeteiligung & Aufklärung
Fallanalyse & kontinuierliche Verbesserung
Die zehn Kernfelder bilden den Rahmen der Bewertung. Welche Anforderungen im Einzelfall vertieft betrachtet werden, richtet sich nach Art, Größe, Leistungsangebot und Risikoprofil der jeweiligen Einrichtung.
Fachzertifizierung Lokale Schlaganfalleinheiten (ASBW)
FACHZERTIFIZIERUNG

Lokale Schlaganfalleinheiten (ASBW)

Die Arbeitsgemeinschaft Schlaganfallstationen Baden-Württemberg e. V. (ASBW e. V.) ist Herausgeberin von Zertifikaten für spezialisierte Schlaganfalleinheiten. Als medizinische Fachgesellschaft engagiert sich die ASBW seit dem Jahr 2000 für die Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen stationären Schlaganfallversorgung in Baden-Württemberg.

Im Mittelpunkt steht die kontinuierliche Weiterentwicklung der landesweiten dreistufigen Schlaganfallversorgung. Dabei werden strukturelle, personelle und fachliche Anforderungen an spezialisierte Versorgungseinheiten geprüft und nachvollziehbar bewertet.

Spezialisiertes Fachverfahren Zertifizierung von Einrichtungen mit definierter Schlaganfallversorgung.
Medizinischer Fokus Bewertung fachlicher, struktureller und organisatorischer Anforderungen.
Qualität der Versorgung Ziel ist die kontinuierliche Sicherung und Weiterentwicklung eines hohen Versorgungsniveaus.
Fachzertifizierung in Kooperation mit der ASBW management4healthcare führt die Fachzertifizierungen in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Schlaganfallstationen Baden-Württemberg e. V. direkt in den Einrichtungen durch.
Reha-Zertifizierung Reha-Verfahren (BAR)
REHA-ZERTIFIZIERUNG

Reha-Verfahren (BAR)

Stationäre medizinische Rehabilitationseinrichtungen sind nach § 37 SGB IX verpflichtet, ein internes Qualitätsmanagement sicherzustellen und sich an dem vorgesehenen Zertifizierungsverfahren zu beteiligen. Die Spitzenverbände der Rehabilitationsträger legen hierzu im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) grundsätzliche Anforderungen an das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement und an das Zertifizierungsverfahren fest. Die überarbeitete Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach § 37 Abs. 3 SGB IX ist seit dem 1. Juli 2025 in Kraft. Ziel ist es, die Qualität der rehabilitativen Versorgung systematisch zu sichern, transparent nachzuweisen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Gesetzliche Grundlage § 37 SGB IX – Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement und Zertifizierung.
BAR-Rahmen Einheitliche Anforderungen an das interne Qualitätsmanagement stationärer medizinischer Reha-Einrichtungen.
Zertifizierung mit spezialisierter Fachexpertise In Kooperation mit einer zugelassenen Zertifizierungsstelle führen wir mit spezialisierten Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen die gängigen Reha-Zertifizierungsverfahren durch. Auf Wunsch kann die Reha-Zertifizierung mit einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 verbunden werden.

Gängige Reha-Verfahren

QMS-REHA IQMP DEGEMED QReha weitere Verfahren

UNSER ANSPRUCH

Zertifizierung, die Orientierung schafft.

Unsere Zertifizierungsverfahren verbinden klare Kriterien mit einer fachlich fundierten und praxisnahen Bewertung. Ziel ist es, Anforderungen transparent zu machen, Stärken sichtbar werden zu lassen und verlässliche Impulse für die Weiterentwicklung Ihrer Einrichtung zu geben.

Nachvollziehbar Klare Kriterien, transparente Abläufe und verständliche Ergebnisse.
Praxisnah Bewertung mit Blick auf Versorgungsauftrag, Strukturen und tatsächliche Abläufe.
Fachkompetent Erfahrene Auditorinnen und Auditoren mit Expertise im Sozial- und Gesundheitswesen.

KONTAKT

Interesse an einer Zertifizierung?

Sie möchten ein Zertifizierungsverfahren durchführen, ein bestehendes Zertifikat erneuern oder zunächst klären, welches Verfahren zu Ihrer Einrichtung passt? Wir besprechen mit Ihnen persönlich den passenden Umfang, den Ablauf und die nächsten Schritte.